Autorenwoche # 1 – Startschwierigkeiten

Das Jahr ist erst eine Woche alt und schon sind mir einige meiner Pläne um die Ohren geflogen. Hallo Startschwierigkeiten! Doch wie das immer so ist, gibt es dafür immer Gründe, deshalb sehe ich das (noch) ganz locker. Dann muss ich eben umdisponieren und mich neu organisieren, kein Problem. Während ich also auf meine Jahresziele starre und meine Prioritäten neu sortiere, möchte ich euch ein wenig über meine erste Autorenwoche erzählen.

Die Ausgangslage:

Nachdem ich im Dezember sowohl das Schreiben der Rohfassung von You & Me – Zwischen Vertrauen und Argwohn hintenangestellt habe, als auch die Planung von Der achte Kontinent – Feuer und Schatten, bin ich mit „Altlasten“ ins neue Jahr gestartet, doch manchmal ist das gar nicht so schlecht. Ich hatte genug Zeit, um über meine Projekte nachzudenken, herauszufinden, was nicht so gut lief und was ich vielleicht ändern muss. Denn trotz Verlagsvertrag und #ProjektSL, lief das Schreibjahr 2017 nicht so erfolgreich, wie ich mir das vielleicht gewünscht hätte. Wobei es ja auch immer darauf ankommt, wie man Erfolg definiert …

Ich habe viel geschrieben und so einiges gelernt, was ja auch etwas Gutes ist, nicht wahr? Aber 2018 möchte ich aktiv gegen meinen inneren Kritiker kämpfen, um weniger Wörter in den virtuellen Papierkorb zu stopfen und der Unzufriedenheit zu entgehen, die sich mit dem Verwerfen von Projekten einstellt. Als Autorin bin ich zwar daran gewöhnt, ganze Szenen und Kapitel zu streichen und umzuschreiben, doch bei Projekten mit mehreren tausen Wörtern ist das schon … schmerhaft.

Wie werde ich vorgehen?

Auf mein Gefühl ist verlass, leider habe ich im vergangenen Jahr zu selten darauf gehört. Statt mich zu fragen, weshalb es beim Schreiben so schlecht lief, habe ich mich durchgebissen, bis ich an einen Punkt kam, an dem gar nichts mehr ging. So verliert man nicht nur schnell die Lust an etwas, das man eigentlich liebt, es wird auch schwieriger, den Punkt zu bestimmen, an dem alles in die Brüche ging. Ich muss also nur schneller reagieren und auf Ursachenforschung gehen, um nicht nur meinem inneren Kritiker abzustellen, sondern auch meine Manuskripte vor der Löschfunktion zu schützen.

Für #ProjektZVuA hieß das in der ersten Woche: Noch einmal ran ans Konzept! Der Fehler war schnell gefunden, an einer Lösung habe ich länger gearbeitet, denn die Herausforderung, meine Erkenntnisse umzusetzen, drohte mich wie eine Flutwelle zu überrollen. Da sperrte sich das kleine Faultier in mir und begann zu maulen „Aber … das wäre so viel Arbeit, überleg dir das doch noch mal! Vielleicht geht es auch so, du könntest …“

*RATSCH* *BUMM* *KREISCH*

So, da bin ich wieder, musste nur schnell jemanden Fesseln und Knebeln. Jetzt ist alles gut, denn ich habe mich längst dafür entschieden, die Herausforderung anzunehmen und das Manuskript zu verändern. Was sein muss, muss eben sein! Ich werde zwar nicht mit 0 starten, sondern alles übernehmen, was gut war, aber es wird genug Szenen und Kapitel geben, die ich abändern oder komplett herauswerfen muss, anders würde die Geschichte gar nicht funktionieren. Aber nachdem ich die Ursache gefunden habe und die Lösung schon in Sicht ist, freue ich mich schon darauf, wieder loszulegen!

Was noch?

Tja, nicht viel. Ich habe also ein Konzept überarbeitet, wieder ein wenig geschrieben, weiterhin an #ProjektDaK geplant, damit ich mich spätestens Ende Februar daran machen kann, wieder in Elding abzutauchen … Und ich habe begonnen, zu überarbeiten *grml* Welches Projekt und weshalb kann ich euch leider noch nicht verraten, aber es hat einen positiven Grund, also seid beruhigt!

Jenny und die Technik

Sich in den Kopf zu setzen, von wordpress.com wegzukommen, war eine gute Entscheidung, wirklich! Mehr Möglichkeiten und weniger Hindernisse. Aber es ist gar nicht so einfach, sich etwas Neues aufzubauen! Von den Entscheidungen beim Thema „Welches Theme will ich nutzen?“, bis hin zu den Startschwierigkeiten beim Webdesign … Ich sage nur html, php und CSS. Wenn ihr jetzt nur Bahnhof versteht: Willkommen im Club! Nur wäre ich nicht ich, wenn ich mich so einfach von den technischen Problemen unterkriegen lassen würde. Und wo Google nicht mehr helfen konnte, musste ich eben selbst ran! Also … am Code rumbasteln. Hat meistens erstaunlich gut funktioniert und immerhin ist der Blog schon online. An der Front „Autorenseite“, läuft es dagegen schleppend, deshalb kann es etwas dauern, bis sie online geht, weil ich hinter den Kulissen noch fleißig herumwerkle. Und erste Artikel wollen ja auch geschrieben werden, damit es dort nicht so leer aussieht! Und dann ist da diese eine Kategorie  (Dienstleistungen), die mich davon abhält die Seite überhaupt zu launchen. Soll ich das wirklich anbieten? Sind die Preise in Ordnung oder nicht vielleicht doch zu hoch?

Übrigens ist auch alles optisch voneinander getrennt. Während der Blog eher von dunklen Grüntönen getragen wird, hat die Autorenseite goldene Elemente (und sooo hübsche Icons!) und der Newsletter ist eher mein typisches Blau, wie ihr es auch auf meinem Instagram-Feed finden könnt.

Das Schreiben

Ich sage nur Routine, Routine, Routine! Zumindest sollte sie da sein, nach dem Überarbeitungs-Marathon und einigen Tagen nichts tun ist sie aber mehr als nur unerlaubt abwesend! Es ist schon eine Qual, um 5 Aufzustehen, um sich dann ab 6 Uhr an die Arbeit zu machen. Dank eines Rechenfehlers von mir, ist mir neulich erst klargeworden, dass ich jeden Tag eine Stunde länger gearbeitet habe (voraisgesetzt ich saß nicht sowieso bis 20 Uhr am PC) und auch das sollte sich ändern.

Mein Arbeitsrythmus war also futsch, deshalb war es gar nicht so einfach wieder „in den Trott“ zu kommen. Da ich mich erst einmal sanft daran gewöhnen und nicht gleich in die Vollen starten wollte (dann würde es nur Wochen dauern, bis ich wieder völlig ausgebrannt bin …), starte ich morgens mit der Gestaltung und Planung meiner Autorenseite oder mit dem Schreiben von Artikeln (Letzteres ist eindeutig leichter und kostet weniger Nerven!), um dann ab 8 Uhr zu schreiben. Nach dem Mittagessen folgt dann die weitere Planung für DaK.

So sah zumindest der Plan aus.

Artikel schreiben mag schön und gut sein, sich ans Manuskript zu setzen … da fühlte ich mich ein wenig so, als hätte ich das Schreiben verlernt. Noch mehr Startschwierigkeiten … Die vergangene Woche hatte ich so viele Momente, in denen meine Charaktere sich heimlich ins Fäustchen gelacht haben, weil ich mich so … blöd angestellt habe. Manchmal lachten sie mich auch ganz offen aus, diese kleinen *PIEP* Ehrlich, das ist einer der Gründe, weshalb ich mich so gegen eine Pause sträube! Aber hilft ja alles nichts, da müssen Autoren nun mal durch. Also hieß es: Ärmel hochkrempeln, Finger auflockern und ran an die Tasten … Ich hoffe wirklich, die nächste Woche wird besser!

Zitat der Woche

Eure Jenny

    4 Kommentare

  1. Silvia 6. Januar 2018 at 11:29 Antworten

    Klingt nach ziemlich viel Stress für die erste Woche des neuen Jahres. Aber Kopf hoch, es wird sicher wieder besser. 😉
    Aber ja, das mit der Pause kenn ich selbst zu gut. Hab jetzt seit Mitte November an keinem Projekt mehr geschrieben und bin gespannt, wie ich da (spätestens im Februar) wieder rein finde. Bis dahin stehen aber noch das Beenden des Exposés und das Plotten am dritten Teil von DHM auf dem Plan, gar nicht so einfach neben meinem Brotjob. ^^

    Ich wünsch dir für dieses Jahr auf jeden Fall ganz viel Erfolg. Lass dich nicht unterkriegen, aber gönn dir auch mal ’ne Pause, die kann manchmal verdammt wichtig sein. 😉

    • Jenny 6. Januar 2018 at 14:49 Antworten

      Ja, es musste ja alles organisiert werden und dann waren da noch private Schwierigkeiten, also haben meine Projekte leider sehr gelitten. Aber am Montag wird es besser, da glaube ich ganz fest dran.
      Oh wow, das ist wirklich eine lange Pause, aber du wirst bestimmt schnell wieder in deine Projekte hereinfinden. Für das Exposé drücke ich dir die Daumen. Halt mich bei den Agentur- und Verlagsbewerbungen auf dem Laufenden 🙂

      Ich wünsche dir auch viel Erfolg! Und keine Sorge, so schnell lasse ich mich nicht unterkriegen, dafür bin ich viel zu stur!

  2. Sarah 6. Januar 2018 at 14:06 Antworten

    Hallo liebe Jenny!

    Klingt so, als wäre der Start in unser (Schreib-) Jahr recht ähnlich verlaufen. Auch mir fiel es mehr als schwer, wieder in den Rhythmus zu finden, den ich davor hatte. Zum einen, weil ich vorher noch mit meiner Groß-Aufräum-Aktion beschäftigt war und zum anderen, weil ich total demotiviert war. Bzw. es noch immer bin. Aber in der Hoffnung, dass es weggeht, beiße ich mich einfach durch.

    Ich finde, dass man beim Schreiben (damit meine ich alle Schritte) immer sehr auf sein Bauchgefühl hören muss. Sobald einer der Arbeitsschritte zum K(r)ampf wird, sollte man stoppen und überdenken, wieso. Denn mir erging es sehr oft ähnlich wie dir und ich hab gesamte Projekte fallen gelassen, weil die Erkenntnis zu spät kam. Ziemlich schwer, diese innere Stimme zu finden und beizubehalten, wenn der innere Kritiker dazwischenfunkt und man generell betriebsblind wird.

    Ich finde, dass deine Beiträge mit der neuen Webseite sehr viel gehaltvoller, informativer, authentischer und ehrlicher geworden sind. Das gefällt mir wirklich gut. Du bist eine sehr große Inspiration und ich bin froh, dass wir uns über den Weg gelaufen sind 🙂

    Ich wünsche dir ganz viel Erfolg für alle deine Projekte und du weißt ja, mein Mailpostfach steht dir jederzeit offen <3

    Liebe Grüße,
    Sarah

    • Jenny 6. Januar 2018 at 14:45 Antworten

      Hallo liebe Sarah!

      Ich hatte noch nie so einen schlechten Schreibstart nach einem Jahreswechsel. Normalerweise sprühe ich vor Energie und stürze mich in meine Projekte. Dieses Mal war es eher ein beschnüffeln und vorsichtiges Taktieren. Frei nach dem Motto: Ich tue dir nichts, wenn du mir auch nichts tust!

      Oh nein, kann ich dir irgendwie dabei helfen, dich zu motivieren? Denk doch nur an dein tolles Exposé und das Konzept hinter deinen Projekten! Ich drück dir die Daumen, dass du bald von Motivation überschwemmt wirst!

      Ja, bei der Sache mit dem Bauchgefühl habe ich noch zu kämpfen. Ich weiß, ich kann mich darauf verlassen, nur finde ich es immer noch schwer auch auf dieses Gefühl zu hören, weil der innere Kritiker sich dann schon freudig die Hände reibt. Aber du hast recht, wenn das Schreiben zum K(r)ampf wird, nutzt das weder dem Autor noch der Geschichte. Bei mir liegen auch so einige Projekte in der virtuellen Schublade (inklusive des Vermerkes: Niemals öffnen!). Anfangs tat es so richtig weh, aber inzwischen bereue ich es nicht diese bestimmten Projekte aufgegeben zu haben. Ich habe mich als Autorin weiterentwickelt, mein Schreibstil ist besser und selbst von der Idee können diese Projekte nicht mehr mit denen mithalten, die ich auf dem Schirm habe. Betriebsblindheit ist katastrophal und manchmal sogar richtig peinlich. Da könnte ich Geschichten erzählen …

      Danke für das Kompliment! Ich fühle mich mit der neuen Website auch viel wohler, vielleicht weil mein Name nicht draufsteht. Einige „wichtige“ Beiträge werde ich nach und nach hierher übernehmen und noch einmal überarbeiten, um dann daran anzuknüpfen. Ich bin auch sehr froh, dich kennengelernt zu haben und genieße unseren Austausch!

      Ich wünsche dir ebenfalls allen Erfolg für das, was du dir in diesem Jahr vorgenommen hast. Wir rocken das schon.

      Liebe Grüße
      Jenny

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