Buchgedanken

Das neue Jahr ist nun schon drei Tage alt, der Alltagstrott und die Arbeit nehmen uns wieder gefangen und da kann es ganz leicht passieren, dass wir die Dinge, die wir uns vorgenommen haben, unsere Vorsätze und Ziele, schnell mal aus dem Blick verlieren. Immerhin gibt es viel zu tun und schnell wächst die To-Do-Liste zu einem unüberwindbaren Berg heran, den wir nicht mehr überblicken können. Damit mir das nicht passiert, habe ich mir alles in meinem Kalender festgehalten und habe ihn so auf meinem Schreibtisch plaziert, dass ich ihn immer sehen kann! Und deshalb werde ich einen Teil meiner Ziele auch auf diesem Blog öffentlich machen und die Fortschritte posten. Ein Vorsatz war es, mehr zu lesen. Deshalb habe ich meine Goodreads-Challenge auf 35 Bücher gesetzt, das ist wenig mehr als in 2017, doch ich möchte den Januar abwarten, bevor ich meine Ziele höher lege.

Bewertung

Doch bevor ich euch am Donnerstag die Bücher zeige, die ich mir für diesen Monat herausgesucht habe, will ich euch noch sagen, wie ich meine Rezensionen aufbaue und was ich überhaupt bewerten will.

Allgemein

Wenn ich ein Buch lese, analysiere ich es unweigerlich. Da rührt daher, dass ich sowohl selbst schreibe, als auch für andere Autoren testlese, deshalb kann ich ein Buch gar nicht mehr als einfache Unterhaltung betrachten. Ich tauche zwar immer noch darin ein, doch ich achte auf verschiedene Dinge. Fehler, sowohl in Orthografie als auch Grammatik, bewerte ich in meinen Rezensionen jedoch nicht, denn bisher ist mir noch kein Werk untergekommen, welches ohne Fehler war. Das Wichtigste ist jedoch: Ich werde weder nach Sternen, noch nach einem anderen System bewerten, da ich es mir nicht anmaßen möchte, die Arbeit, die hinter einem Buch steht, mit Füßen zu treten. Natürlich werde ich auch Kritik üben und euch sagen, wenn mir etwas nicht so gut gefallen hat, aber mir widerstrebt es, einem Buch nur zwei oder gar einen Stern zu geben, wenn ich doch weiß, wie viel Arbeit dahinter steckt. Deshalb wird es in meinen Fazits keine direkten Wertungen geben!

Welche Kategorien gibt es also?

Ideee

Der Gedanke, der hinter dem Buch steht, wie er sich im Verlauf der Geschichte entwickelt und wie er von Anfang bis Ende umgesetzt wird. Gibt es einen roten Faden, dem ich folgen kann oder wird es manchmal undurchsichtig?

Handlung

Direkt aus der Idee ergibt sich die Handlung, die die Charaktere gefangen nimmt und durch die Geschichte lenkt. Unter diesem Punkt gehe ich auch darauf ein, wie sich der Spannungsbogen entwickelt und ob es manchmal Längen gab, bei denen ich mich zum Lesen zwingen musste. Auch betrachte ich hier das Zusammenspiel von Nebenhandlungen mit dem Hauptstrang und wie geschickt beides am Ende verwoben wurde.

Charaktere

Protagonisten und Nebenfiguren sind für uns Leser diejenigen, die uns an die Hand nehmen und durch die Geschichte führen. Wir wollen sie kennenlernen, mit ihnen mitfühlen, doch damit wir das tun können, muss der Autor uns die Chance dazu lassen. Hier bewerte ich, wie sehr ich mich in die Charaktere hineinversetzen konnte und was mir noch gefehlt hat, um mich völlig in sie einzufühlen. Aber auch die Beziehungen zwischen den Figuren spielt für mich eine große Rolle, weshalb ich auch darauf eingehen werde.

Atmosphäre und Schreibstil

Was passiert, wenn Idee, Handlung und Charaktere überwältigend sind, aber ich so gar nicht mit dem Stil eines Autors warm werde? Manchmal kann ich mich damit arrangieren und zwinge mein Gehirn gewisse Dinge (Ausdrucksweisen oder einen bestimmten Satzbau), die für mich anstrengen

d sind, zu ignorieren, doch leider ist das in manchen Fällen nicht möglich und dann kann es sein, dass ich ein Buch abbreche. Allerdings werdet ihr das nur in den Monatsrückblicken erfahren, denn ein Buch, welches ich nicht beendet habe, kann und werde ich nicht bewerten! Weshalb? 1. Kann ich weder die Entwicklung von Handlung und Charakteren beurteilen, weil ich das Ende des Buches nicht kenne.

Es ist quasi so, als würde ich eine Person treffen, sie nach dem Äußeren und einem 5 minütigem Gespräch beurteilen und danach abhaken und in eine Schublade stecken. Und wenn mich dann jemand nach meiner Meinung fragt, gebe ich meinen ersten Eindruck wieder, obwohl ich besagte Person gar nicht richtig kenne. Das Widerstrebt mir! 2. Steht es mir einfach nicht zu etw

as zu bewerten, was ich nicht wirklich kenne. Ich sage ja auch nicht die Handys von X sind minderwertig, ohne vorher eines davon benutzt zu haben (oder eben nur wenige Tage benutzt zu haben). Also ja, ich werde euch sagen, wenn ich ein Buch abgebrochen haben und weshalb, aber eine Rezension dazu wird es nicht geben.

Das waren meine allgemeinen Kriterien, doch natürlich werde ich – je nach Genre – meine Kriterien anders wichten, etwas hinzufügen oder weglassen, je nachdem, was besser passt. Aber kommen wir nun zu den Buchrichtungen, die ich lese:

Meine Genres

Es gibt viele Leser, die ihre bevorzugten Genres haben, andere verschlingen alles, was ihnen in die Finger kommt, doch es wird selten jemanden geben, der sich nur auf eine einzige Buchrichtung stürzt. Deshalb werden viele von euch gemerkt haben, dass man zwar Bücher eines Genres miteinander vergleichen kann, aber zwischen den Gattungen sieht es schon wieder ganz anders aus. Bevor ich euch also meine erste „Rezension“ zeige, möchte ich euch kurz umreißen, welche Genre ich lese und auf welche Kriterien ich ganz besonders bei den einzelnen Genres achte.

Fantasy

Fantasy in all seinen Facetten, meist jedoch im Berreich der Jugendbücher oder sogenannten All Ages. Ich liebe es, in Welten einzutauchen, die ein anderer Autor geschaffen hat, um mich dann darin zu verlieren und alles zu erkunden. Ich bin nun mal eine Abenteurerin, doch worauf achte ich besonders, wenn ich einen Fantasyroman lese? Neben den oben genannten Kategorien, gibt es noch eine, die hinzu kommt.

Die Welt

Eine der wichtigsten Stützpfeiler in dieser Kategorie ist ganz eindeutig die Welt, in die wir Leser eintauchen. Ob es nun eine völlig andere ist oder ob unsere eigene mit magischen Elementen gespickt ist,spielt dabei keine Rolle, es ist mehr die Art, wie sie dargestellt wird. Einerseits will ich keine seitenlangen Erklärungen, auf der anderen Seite muss ich mich jedoch zurechtfinden und vor allem: Ich muss mich dort wohlfühlen. Deshalb achte ich darauf, wie die Welt beschrieben wird, welche Beschreibungen mich erwarten und welche Worte gewählt werden, damit vor meinen Augen ein Bild entsteht. Ich schätze jede Idee eines Autors hoch ein, doch betrachte ich hier sowohl die Umsetzung, als auch der Gedanke, der dahinter steht.

Romance

Da ich es nicht nur liebe, in mystische Welten abzutauchen, sondern auch, mich zu verlieben, sind Liebesromane das zweite meiner Genres, die ich regelmäßig lese. Auch hier gibt es ein Kriterium, das zu den allgemeinen hinzu kommt:

Gefühle

Von einer Liebesgeschichte erwarte ich nicht nur, die Charaktere und ihre Handlungen zu verstehen, sondern auch, dass sich ihre Emotionen auf den Leser übertragen. Ich will von ihren Problemen gequält werden und ihre Entwicklung fühlen als wäre es meine eigene. Bücher, in denen es nur um Sex geht, sind nicht das, was ich lesen will, der Schwerpunkt muss auf der Handlung und den Charakteren liegen, sonst kann ich ja gleich zu Erotik greifen!

Thriller und andere

Ja, ab und zu zieht es mich zu Thrillern, Psycho-Thrillern, wissenschaftlichen Romanen und Krimis. Ob es nun Bücher von Dan Brown oder Marc Elsberg sind, Hörbücher von Andreas Gruber oder Sebastian Fitzek. Manchmal brauche ich neben fantastischen Welten und romantisch-tragischer Liebesgeschichte auch eine düstere Seite der Medaille. Besonders da ich mich für die Abgründe der menschlichen Psyche interessieren und das Thema Serienmörder auf eine unheimliche Art faszinierend finde. Bei diesem Genre achte ich weniger auf die Charaktere, sondern mehr auf Handlung und Spannung. Auch hier gibt es eine eigene Kategorie:

Die Auflösung

Bei solchen Büchern achte ich extrem auf das Ende und wie die Spannung, die über die gesamte Geschichte hindurch aufgebaut wurde, schließlich gelöst wird. Fühlt es sich zu konstruiert an? Konnte mich die Wendung überraschen? Wie hoch ist der „Krass!“-Faktor? Außerdem leben Werke aus diesem Genres oft von den kleinen Details, die später bei der Auflösung eine große Rolle spielen. Doch bleibt genau dieser wichtige Gegenstand in meinem Gedächtnis haften oder ist es plötzlich so, als würde der Autor ihn aus dem Hut zaubern? In dieser Buchrichtung zu schreiben, ist meiner Meinung nach hohe Kunst und ich bin immer wieder darauf gespannt, wie ein Autor es vermag, mich wirklich zu überraschen, denn das ist gar nicht so leicht.

So, am Donnerstag erfahrt ihr dann, welche Bücher ich mir für diesen Monat vorgenommen habe!

Eure Jenny

Hinterlasse einen Kommentar