Hier kommt Schattenherz

Den gesamten Dezember 2017 habe ich damit verbracht, #ProjektSL für den Verlag fertig zu machen und noch einmal zu überarbeiten. Nebenbei habe ich mir natürlich Gedanken über meine Ziele für das neue Jahr gemacht, habe reflektiert, geplant und versucht, herauszufinden, wo ich hin will. Nicht nur als Autorin, sondern auch in meinem Privatleben. Wer will ich sein? Wo will ich hin? Es war eine Zeit der Selbstreflektion, die durchaus ein paar mehr ruhige Stunden hätte vertragen können! Aber ich bin auch so zu einem Ergebnis gekommen.

Was geschah in 2017?

2017 war kein gutes Jahr für mich. Der anfängliche Motivationsschub nach Silvester ist wahnsinnig schnell verpufft und obwohl ich wirklich viel und oft geschrieben habe, ist davon am Ende mehr im virtuellen Papierkorb gelandet als in den dazugehörigen Ordnern. Vermutlich lag es daran, dass ich mit nichts zufrieden war. Es gab immer etwas zu meckern und das Gefühl hat nicht gestimmt, also habe ich alle drei Projekte, an denen ich gearbeitet habe, ständig umgeschrieben oder gar völlig neu angefangen.

Dazu kam noch, dass dieses Gefühl der Getriebenheit und der innere Druck immer stärker geworden sind und ich irgendwann kein Land mehr gesehen habe. Resultat waren extreme Panik und Versagensängste, die mich nächtelang wachgehalten habe. Dann gipfelte mein Gesundheitszustand Ende April in einer Katastrophe und im Krankenhaus habe ich dann erfahren, dass ich 8 Monate ziemlich krank war, ohne es zu wissen. Was dann geschah möchte ich eigentlich nur noch vergessen, weil es mich körperlich und psychisch an meine Grenzen gebracht hat. Noch nie in meinem Leben habe ich so lange gebraucht, um mich von einer Krankheit zu erholen und die Angst, all das könnte noch mal von vorne losgehen ist mein ständiger Begleiter geworden.

Ab da lief es mit dem Schreiben noch schlechter und ich habe nichts mehr auf die Reihe bekommen, bis ich mich schließlich ein Wochenende hingesetzt habe, um eine völlig andere, neue Idee zu plotten. Am Montag darauf habe ich mit dem Schreiben begonnen und war 20 Tage später fertig. Was danach kam war nur ein Versuch. Eine Kollegin sagte mir, ich solle mich doch bei Forever bewerben und da ich mir dachte, ich hätte sowieso keine Chancen auf einen Verlagsvertrag, habe ich das Manuskript auch noch an einen weiteren Verlag geschickt. Die Überraschung erfolgte einige Tage später, als beide Verlage das vollständige Manuskript angefragt haben und mir schließlich auch eine Zusage schickten. Wenige Wochen später habe ich also meinen ersten Verlagsvertrag unterschrieben, nachdem ich mir ganz genau überlegt habe, wo ich und mein Manuskript wohl besser aufgehoben sind. Es war eine aufregende und schöne Zeit, der Lichtblick in einem Jahr, welches mich viel gekostet hat. Es hat mir Mut gemacht und neue Energie gegeben und ich habe festgestellt, dass meine Träume vielleicht doch wahr werden, wenn ich nur hart genug daran arbeite. Aber ich habe auch gemerkt, dass ich mich gern verändern würde.

Viele meine Leser interessieren sich nur für meine Projekte und weniger für die Entstehung. Außerdem wollte ich eine Seite haben, auf der ich auch Dienstleistungen anbieten kann. Deshalb gibt es nun diesen Blog, der ein völlig anderes Design hat, als meine Autorenseite und auch anders aufgebaut ist. Ich habe wirklich lange überlebt, ob ich das wirklich trennen will, denn im Grunde gehören beide Seiten (die Autorin und der Mensch hinter den Geschichten) zu mir. Sie sind teil meiner Persönlichkeit, allerdings sind sie auch vollkommen unterschiedlich. Als Autorin bin ich ruhig, besessen von meinen Geschichten und meinen Charakteren und mag es nicht, zu viel von meiner eigenen „Seele“ preiszugeben. Da lasse ich doch lieber die Protagonisten sprechen! Als Mensch hingegen plaudere ich gern, bin oft aufgedreht und brauche ein Ventil, um meinen Gedanken Luft zu machen. Ich liebe verspielte Designes und schöne Bilder, ich mag es, von Dingen zu berichten, die nichts mit meiner Arbeit zu tun haben und meine Leser gar nicht interessieren. Und ich brauchte zwei verschiedene Themes, da ich kein einziges gefunden habe, dass alles, was ich wollte, geboten hat.

Und so habe ich dann die letzten Tage des Jahres 2017 damit verbracht, mir meine neuen Zufluchtsorte zu schaffen. Schatten-Herz ist ein Blog, auf den ich mich austoben kann, wo ich über die Bücher, die ich lese ebenso berichten kann, wie über den Versuch, gegen meine Ängste anzukämpfen. Hingegen ist Jennifer-Jacnke.com eine Seite, auf der ich meine Charaktere sprechen lassen und mein Wissen weitergeben kann. Aber kommen wir doch jetzt zu meinen:

Zielen für 2018!

Privat

Gegen meine Ängste ankämpfen und mehr Zeit für mich selbst

Einen Tag vor Weihnachten gab es eine Art Weltwunder, denn ich habe meine sichere Wohnung verlassen und bin in die Stadt gefahren. Lassen wir mal mein schlechtes Gewissen außen vor, das mich geplagt hat, weil #ProjektSL noch nicht fertig war, und betrachten wir nur mal den Rest: Ich war aufgeregt und hatte Angst, es war eine Überwindung, doch ich wollte unbedingt zu Pitch Perfect 3 ins Kino. Also musste ich dadurch und am Ende war es ein schöner Abend. Deshalb möchte ich das im nächsten Jahr wiederholen. Um meine Phobien zu überwinden, aber auch, um mir öfter etwas Gutes zu tun, denn das kam 2017 wirklich zu kurz. Ich will nicht mehr von 6 Uhr morgens bis 18 Uhr am Schreibtisch sitzen, um zu arbeiten, das laugt mich aus. Und wenn das Einzige, worauf man sich freut ein paar Stunden Schlaf sind, ist das ja auch nicht mehr normal, oder? Deshalb möchte ich auch mal ein paar Stunden mit einem Buch auf dem Sofa verbringen oder in ein Restaurant gehen, ohne gleich ein schlechtes Gewissen zu haben. 2018 braucht mehr Erholung und weniger Arbeit!

Sport und Ernährung

Tja, ungesund darf ich mich ja eh nicht mehr ernähren, wenn ich nicht wieder im Krankenhaus landen will, also ist das ein Punkt, der obligatorisch ist. Versteht mich nicht falsch, ich werde nicht auf Schokolade verzichten und auch nicht auf Kolenhydrate, nur beim Fett muss ich vorsichtig sein. Und deshalb will ich das gleich nutzen, um wieder mehr Obst und Gemüse zu essen. Dazu noch Bewegung und mehrmals die Woche Sport und mein Körper wird hoffentlich nie wieder so krank werden. Mir geht es gar nicht darum, eine Diät zu machen oder abzunehmen, aber ich will wieder fitter werden und mein Imunsystem stärken und dafür darf ich eben nicht den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen und nur eine Mahlzeit zu mir nehmen.

Berufliches

Es wird langsam Zeit, mich auch als Autorin zu sehen und nicht als jemand, der den ganzen Tag zu Hause hockt und sinnlos Wörter in ein Dokument tippt, aber mir selbst fällt es ungemein schwer, mich als Autorin zu sehen. Für mich sind Autoren Vorbilder, die wunderbare Geschichten erschaffen und wie fantastische Welten oder romantische Liebesgeschichten schenken. Mich mit diesen Menschen auf eine Stufe zu stellen ist unfassbar und irgendwie auch … verrückt! Aber das, was ich tue, ist nun mal Geschichten schreiben, Charaktere zum Leben zu erwecken und Welten zu formen. Ja, ich habe „erst“ ein Buch veröffentlicht, aber ich habe schon wesentlich mehr Manuskripte geschrieben, setze mich jeden Tag mehrere Stunden an den Schreibtisch, um zu planen, zu schreiben und zu überarbeiten. In mir brennt ein Feuer für dieses Leben, weshalb kann ich mich also nicht als Autorin betrachten? Daran möchte ich gern etwas ändern, denn auf meiner To-Do-Liste stehen schon richtig viele Projekte!

Jahresplan

Im November habe ich mir selbst einen Terminkalender gestaltet, den ich als Autorenkalender nutze. Die erste wichtige Seite ist diese hier: Die groben Ziele für die einzelnen Quartale. Wie ihr sehen könnt habe ich einige Ziele, die zu privat waren, geschwärzt, und habe meine Projekte verwischt, damit ihr die Arbeitstitel nicht lesen könnt. Rechts ist eine Übersicht mit aktuellen Projekten, die ich zwar nicht alle in diesem Jahr schreiben will, für die ich aber hin und wieder Ideen sammle oder Informationen aufschreibe, die mir im Kopf herum schwirren. Für 2018 will ich folgende Projekte bearbeiten:

  • You & Me: Band 2 beenden und veröffentlichen, Band 3 planen, schreiben und überarbeiten
  • Projekt SL: Band 2 und 3 planen, schreiben und überarbeiten
  • Projekt DaK: Band 1-3 planen, schreiben und überarbeiten

Das sind 7 verschiedene Manuskripte, die ich mir dann in meinem Monatsplan kleingehakt habe, damit ich nicht von dieser Flut erschlagen werde. So ist jeder Monat gut gefüllt und ich weiß, dass nicht alles auf einmal auf mich zukommt. Dennoch sind es einige hunderttausend Wörter, die von mir geschrieben werden wollen und damit nicht wieder so eine Panik entsteht und auch der Druck von mir fernbleibt, habe ich das noch in Monats- und Wochenübersichten festgehalten (inklusive der freien Tage und der Unternehmungen, die ich mir vorgenommen habe). Und selbst, wenn ich all das nicht schaffe, ist das kein Weltuntergang, denn ich werde mich ganz sicher nicht noch einmal so kaputt machen wie dieses Jahr!

Januar

Der erste Monat des Jahres steht ganz unter dem Stern von „You & Me – Zwischen Vertrauen und Argwohn“ (#ProjektZVuA). Ich will die Rohfassung beenden, um das Manuskript danach einige Wochen ruhen zu lassen, bevor ich mich an die Überarbeitung mache. Ungefähr 50.000 Wörter fehlen mir noch, doch das sollte zu schaffen sein, trotz Urlaub (es ist nur ein Wochenende, aber ich brauche wirklich dringend einige Tage Entspannung!!). Außerdem will Band 1 von #ProjektDaK weiter geplant werden. Die Karte muss fertig gestellt sein, die Charaktere erschaffen, die Handlung geplant werden. Mehr sollte es im Januar nicht sein. Im Prinzip ist das alles, was ich aus dem alten Jahr mitnehme.

Februar

Hier konzentriere ich mich wirklich darauf, die Rohfassung vom ersten Band von #ProjektDaK zu schreiben, denn die soll ca. 120.000 Wörter haben, immerhin tauchen wir in eine High Fantasy Welt ein. Bisher ist nebenbei nichts anderes geplant, so dass ich vielleicht schneller fertig werde, als geplant. Angesetzt sind jedenfalls 40 Tage, die ich mit dem Manuskript verbringen will, so dass ich einen Teil mit in den nächsten Monat nehmen werde, in dem wirklich einiges auf mich wartet …

März

Punkt 1: Die Rohfassung von #ProjektDaK beenden. Punkt 2: #ProjektZVuA überarbeiten, was sicher wieder zwei oder drei Wochen dauern wird. Punkt 3: Den zweiten Band von #ProjektSL planen, was nicht allzu lange dauern müsste, immerhin stehen die meisten Charaktere schon und auch die grobe Handlung existiert bereits. Das ist schon eine Menge und um das alles zu schaffen muss ich meinen Alltag ganz genau strukturieren und mich auch an die vorgegebenen Zeiten halten, damit ich nicht ständig vergesse, Pausen einzulegen und Feierabend zu machen.

Das sind meine Pläne für das erste Quartal 2018. Ende März gibt es dann ein Update, ob ich alles geschafft habe und an welchen Punkten ich im Moment arbeite.

Jetzt wünsche ich euch noch einnen guten Rutsch und ein gesundes neues Jahr. Rocken wir 2018 zusammen!

Eure Jenny

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